HNO Arzt Hockenheim, Schwetzingen - Hals- Nasen- Ohrenarzt, Dr. med. Martin Lindenberger

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Indikation Adenotomie

Warum „Polypen“-Operation?

Die kindlichen „Polypen“ bestehen aus lymphatischem Gewebe im Nasenrachenraum, welches von längsgerichteten Furchen zur Vergrößerung der Oberfläche durchzogen und von einer Schleimhaut überkleidet ist. Dieses Lymphgewebe mit relativ großer Oberfläche ermöglicht einen engen Kontakt zwischen über die Nase eindringenden Krankheitserregern und dem Immunsystem des Menschen.
Dennoch führt die Entfernung der Adenoiden Vegetationen, wie die „Polypen“ korrekter bezeichnet werden, nicht zu einem nachweisbaren immunlogischen Defizit.

Im Kindergartenalter sind die Adenoiden Vegetationen bezüglich ihrer Größe maximal ausgeprägt. Aus der Vergrößerung können spezifische Symptome und Erkrankungen resultieren:
Kinder mit vergrößerten Adenoiden leiden häufig unter wiederholten Infekten der oberen Luftwege mit Schnupfen, einer Behinderung der Nasenatmung, einem geschlossenem Näseln (Rhinophonia clausa) und nächtlichem Schnarchen.
Durch die behinderte Nasenatmung kann auch die Nahrungsaufnahme erschwert sein.

Vergrößerte Adenoide Vegetationen verursachen in Kombination mit der besonderen Anatomie der Tuba auditiva im Kindesalter häufig Flüssigkeitsansammlung im Bereich des Mittelohres, die in Abhängigkeit der Konsistenz des Sekretes als Mukotympanon (hochviskös) oder Serotympanon (dünnflüssig) bezeichnet werden. Diese Flüssigkeitsansammlungen führen zu einer Schalleitungsschwerhörigkeit. Eine Schwerhörigkeit zum Zeitpunkt der Sprachentwicklung sollte zeitnah und konsequent behandelt werden, da ansonsten eine hohe Wahrscheinlichkeit einer Störung der Artikulation oder der gesamten Sprachentwicklung besteht.

Neben der nicht-entzündlichen Sekretretention im Bereich der Paukenhöhle begünstigen kindliche „Polypen“ massgeblich das Risiko der Entstehung einer Mittelohrentzündung durch eine Behinderung des Sekretabflusses aus der Paukenhöhle und die Begünstigung einer Keimbesiedelung des Nasenrachenraumes.

Durch die Entfernung der kindlichen Polypen, in der medizinischen Fachsprache „Adenotomie“ genannt, können die o.a. Symptome regelmäßig nachhaltig beseitig werden. Die Infektanfälligkeit sinkt durch diesen umschriebenen Eingriff signifikant, der Nachtschlaf ist gebessert und die körperliche Entwicklung verläuft häufig sprunghaft. Eine konsequente initiale Durchführung der Operation ohne Belassung von relevanten Resten an lymphatischem Gewebe sorgt für eine Rezidiv-Freiheit und vermeidet die Notwendigkeit einer späteren neuerlichen Operation.
Die Anästhesie erfolgt regelmäßig als Vollnarkose unter dem Einsatz einer Larynx-Maske. Dieses Vorgehen sorgt für eine besonders problemarme und schonende Aufwachphase nach der Operation.

Als subjektive Belastung durch den Eingriff ergeben sich bei den jungen Patienten in einer gewissen Häufigkeit geringgradige Schluckbeschwerden für 2 bis 3 Tage.
Das objektive Risiko der Operation der kindlichen „Polypen“ ist sehr gering und bezieht sich insbesondere auf das Risiko einer möglichen post-operativen Nachblutung. Aus diesem Grund ist die ambulante Durchführung dieses Eingriffes Standard.
In unserer Praxis ist eine Erreichbarkeit des Operateurs für Rückfragen und bei Problemen nach der Operation jederzeit sichergestellt.
Über das GRN Schwetzingen steht –auch außerhalb der Öffnungszeiten des Ambulanten OP-Zentrums- durchgängig ein Team von Anästhesisten zur Unterstützung beim Management von möglichen post-operativen Problemen zur Verfügung.

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