HNO Arzt Hockenheim, Schwetzingen - Hals- Nasen- Ohrenarzt, Dr. med. Martin Lindenberger

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Indikation Rhinochirurgie

Warum sollte eine Operation im Bereich der Nase durchgeführt werden?

Die Nase des Menschen ist ein effektiver Strömungskörper mit differenzierten Funktionen.

Die Atmung durch die Nase ist für den Menschen physiologisch. Der Nasenschleimhaut gelingt während der Luftpassage die Erwärmung der Einatemluft auf 31 bis 34 Grad C und die Anfeuchtung auf 90 bis 95%. Als Grenze zwischen dem Organismus und der Umwelt kommen der Nasenschleimhaut vielfältige Funktionen der unspezifischen, der spezifischen humoralen und der zellulären Abwehr zu.
Im Bereich der Rima olfactoria befinden sich auf einer Fläche von ca. 2 mal 5 cm ca. 10 Mio. Riechzellen. Die Axone dieser primären Sinneszellen vereinen sich zu den Fila olfcatoria und erreichen nach ihrem Durchtritt durch die Lamina cribrosa den innerhalb des Schädels gelengenen Bulus olfactorius. Die Ventilation der Riechspalte ist für die Entstehung eines Geruchseindruckes entscheidend.

Mit den Nasennebenhöhlen bildet die Nase eine physiologische Einheit.

Für die Ästhetik des Gesichtes spielt die Nase eine entscheidende Rolle. Wichtige Faktoren in der Beurteilung sind dabei Symmetrie, Proportionalität und die Orientierung bezüglich Achsen und Ebenen.

Aus den beschriebenen Funktionen und ihren Störungen können folgende Indikationen für die Durchführung chirurgischer Eingriffe im Bereich der Nase abgeleitet werden:

Wie entstehen Störungen von Form oder Funktion der Nase?

Veränderungen der äußeren Form der Nase und Verkrümmungen der Nasenscheidewand können einerseits bereits bei Geburt bestehen und sich im Rahmen des Wachstums der Nase stärker ausprägen. Anderseits finden sich erworbene Formen einer funktionellen oder kosmetischen Beeinträchtigung der Nase, z.B. durch Trauma, Grunderkrankung (u.a. M. Wegener) oder eine vorangegangene Operation.

Welche Operationen sind im Bereich der Nase möglich?

Mögliche Operationen im Bereich der Nase lassen sich gliedern in rein funktionelle Operationen (Septumplastik) kombiniert funktionell/ästhetische Operationen (funktionelle Rhinoplastik) rein ästhetische Operationen (Rhinoplastik).

Bei der funktionsorientierten Operation der Septumplastik erfolgt isoliert eine Begradigungen der verkrümmten Nasenscheidenwand ohne Veränderungen des knöchernen Gerüstes der Nase. Bei dieser Operationstechnik kommt es bewusst zu keiner Formveränderung der Nase.
Der Zugang erfolgt über einen später weitgehend unsichtbaren Schnitt am Übergang von Haut zu Schleimhaut an der Septumvorderkante rechts.
Nach beidseitiger Ablösung der Schleimhaut zusammen mit der Knorpelhaut vom Septumknorpel kann dieser durch eine vertikale und eine horizontale Incision spannungsfrei in der Mitte gerade eingestellt werden. Zusammen mit dieser Begradigung der Nasenscheidewand wird regelmäßig eine Verkleinerung der Nasenmuscheln, die sog. Conchotomia inferior durchgeführt. Hierbei werden von der unteren Nasenmuschel Anteile von Schleimhaut, Schwellkörper und Knochen entfernt. Dieses Vorgehen führt zu einer Erweiterung des Nasenquerschnittes und erlaubt die nachhaltige Herstellung einer seitengleichen Nasenatmung.

Eine funktionelle Rhinoplastik ist in den Fällen indiziert, in denen eine äußere Formveränderung maßgeblichen Anteil an der Behinderung der Nasenatmung hat und eine isolierte Septumplastik daher nicht Ziel führend erscheint. Bei der funkionellen Rhinoplastik werden zusätzlich zur Begradigung der Nasenscheidewand äußere Formveränderungen der Nase korrigiert. Bei knöchernen Veränderungen müssen hierfür sog. Osteotomien (Meißelungen des Knochens) durchgeführt werden, um das knöcherne Nasenskelett zu mobilisieren und in der Medianen einstellen zu können.
Diese Operationen beinhalten sowohl einen funktionellen als auch einen kosmetischen Aspekt. In der Regel werden die Kosten für einen derartigen Eingriff auch von der gesetzlichen Krankenkasse getragen.

In manchen Fällen wünschen Patienten aus rein ästhetischen Gründen die Durchführung einer Rhinoplastik. Die Wünsche können sich dabei auf eine Veränderung von Größe, Achsenorientierung oder einzelner Anteile des Nasengerüstes (z.B. Flügel- oder Seitenknorpel) beziehen. Im Rahmen einer prae-operativen Planung sollten dabei sehr genau die Erwartungen des Patienten eruiert und die operativen Möglichkeiten transparent gemacht werden. In jedem Falle sollten derartige Eingriffe erst nach Erreichen des 18. Lebensjahres und Abschluß des Nasenwachstums durchgeführt werden. Weitere Voraussetzungen sind eine stabile Persönlichkeit und ein adäquates Selbstwertgefühl.

Wie ist der Ablauf von Operationen im Bereich der Nase?

Wir führen sowohl Septumplastiken als auch Rhinoplastiken in Intubationsnarkose unter stationären Bedingungen in der GRN Klinik Schwetzingen durch. Die Dauer des stationären Aufenthaltes beträgt regelmäßig 4 bis 5 Tage.
Während der ersten beiden post-operativen Tage besteht eine Gummfingerlingstamponade, um das Riskio einer Nachblutung bzw. Einblutung unter die Septumschleimhaut zu minimieren. 48 Stunden nach der Operation werden diese (eingesalbten) Fingerlingstamponaden entfernt. Danach besteht bereits eine relativ gute Nasenatmung.
Die Schmerzen nach Septumplastik sind in ihrem Ausmaß eher gering, nach Rhinoplastik besteht aufgrund des ausgeprägteren Traumas durch die Osteotomien ein deutlicherer Schmerz.
Durch eine konsequente Schmerzmittel-Gabe lässt sich diese kurze initiale Phase jedoch gut tolerieren und überwinden.

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